Bio & Ausstellungen
Christian Frank
Geboren am 2. April 1956 in Wolkersdorf, NÖ.
Arbeitet seit seinem 17. Lebensjahr als freischaffender Bildhauer.
Lebt und arbeitet in Klosterneuburg-Kierling bei Wien.
Autodidakt.
Einzelausstellungen
| 1975 | Galerie Spectrum, Wien |
| 1978 | Galerie Hilger, Wien |
| Kulturhaus der Stadt Graz |
| Galerie Heike Curtze, Düsseldorf |
| 1980 | Galerie Heike Curtze, Wien |
| 1981 | Galerie Grüner, Linz |
| Galerie Academia, Salzburg |
| 1983 | Galerei Heike Curtze, Wien |
| 1989 | Galerie Heike Curtze, Wien |
| 1992 | Galerie Heike Curtze, Wien |
| 1996 | Salzburger Landessammlungen Rupertinum |
| 1996 | Hotel Hilton, Wien |
| 1997 | Galerie Gerersdorfer, Wien |
| 1998 | Galerie Gerersdorfer, Wien |
| 2000 | Kunstforum Schloss Wolkersdorf, NÖ |
| 2001 | Galerie Gerersdorfer, Wien |
| 2004 | Galerie Gerersdorfer, Wien |
| 2007 | Galerie Gerersdorfer, Wien |
| 2010 | Stadtmuseum Klosterneuburg, NÖ |
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Beteiligungen
| 1978 | Kunstmarkt, Düsseldorf |
| 1981 | Anthropos, Wien |
| 1983 | Wiener Blut, GGK Wien |
| 1991 | Österreichische Plastik nach 1945: |
| Aus dem Besitz der Salzburger Landessammlungen Rupertinum, Künstlerhaus Thurn und Taxis, Bregenz |
| 1993 | Art Cologne, Köln, Galerie Heike Curtze |
| Galerie Heike Curtze/Villa Mirabell, Salzburg |
| 1994 | Wotruba und die Folgen, Österreichische Plastik seit 1945, |
| Museum Würth, Künzelsau, Deutschland & BAWAG, Wien |
| 1995 | Wien Kunst/Galerie Heike Curtze, Museum für Angewandte Kunst, Wien |
1996- 2001 | Wien Kunst/Galerie Gerersdorfer, Museum für Angewandte Kunst, Wien |
| 2000 | Galerie Walsch, Wien |
| 2009 | Art Austria, Galerie Gerersdorfer |
Film
2000 Künstlerportrait CHRISTIAN FRANK - KÖPFE UND FIGUREN von Wilhelm Gaube
Museumsankäufe
NÖ Landesmuseum St. Pölten
LENTOS Museum Linz
Salzburger Landessammlungen Rupertinum
Kunsthaus Graz
Vertreten in Privatsammlungen in Österreich, Deutschland, Italien, Großbritannien, USA, Chile
Vom Gesicht Der Steine
Kleine Augen sehen dich an, still und rund und ohne Emotion. Sie sitzen am Ende der langen stelenförmigen Skulpturen, scheinen zu warten und haben unendlich viel Zeit. Glatt und fein poliert der steinerne Korpus, fest auf einem Sockel aus Holz eines alten Nussbaumes stehend. Stein und Holz begegnen und ergänzen sich. Aber es ist keine Konfrontation zwischen den Materialien, denn der Stein und das Holz haben lediglich ihre jeweilige Aufgabe zu erfüllen: der Stein als künstlerisches Ergebnis, das Holz als Sockel. Mehr ist dazu nicht zu sagen, meint Christian Frank, der überhaupt nicht viel zu seiner Arbeit sagt. Aber umso mehr anregt, darüber nachzudenken wie denn alles zusammenhängt.
Was besagt es schon, dass es eine lange Kunstgeschichte der Bildhauerei gibt, mit Heiligenstatuen und Reiterstandbildern, mit Kreuzigungsszenen, Königsbüsten und Dichterportraits. Da bedeutet es schon mehr, dass im zwanzigsten Jahrhundert auf all dieser belasteten und belastenden Geschichte eine neue Sicht des Bildhauerischen entstanden ist. Es gilt, dem Stein sein inneres Geheimnis zu entlocken, seinen Fugen und Kraftfeldern nachzuspüren, den Meißel so zu führen, dass er der Geschichte des Steines folgt, ihn abtastet und ihm gleichzeitig und unverwechselbar die Emotion und den Willen des Bildhauers gibt: er muss den Stein erkennen und ihm ein Gesicht geben - sein Gesicht.
So gesehen besagt die Erinnerung sehr viel. Gerade angesichts neuer und aktueller künstlerischer Aussagen. Denn jeder Künstler fängt von vorne an, als wäre nichts vorher und käme nichts nachher. Jeder ist ein Solitär, ein Einziger, einer, der nicht nach Tradition und Geschichte fragt, auch und gerade deshalb nicht, weil er sie im Hirn und Herzen hat, nur er muss sie vergessen und sich von ihr lösen für seinen Stein, für seine Gedanken und seinen künstlerischen Weg - für ein Eigenes, Unverwechselbares.
Kein Anklang an einen der großen Bildhauer unserer Zeit ist bei Christian Frank zu finden und doch ist alles gegenwärtig. Auch ihm geht es um die Fragen der Zeit, um Bewegung und Statik, um Emotion und Ruhe, um die spontane Idee, wie um das lange Grübeln und Nachdenken. Die Antworten, die er findet sind neu und doch in der Geschichte aufgehoben. Seine Figuren, Köpfe und Büsten haben eine eigene Handschrift und ihre Strenge und Stille kommen aus der Haltung und den minimalen Mitteln, die Christian Frank braucht, um seine Aussage zu treffen, seine Empfindungen und Stimmungen auszudrücken und mitzuteilen. Es geht um den Menschen, um die Abstraktion und Reduktion, um die klare Form mit den einfachsten Mitteln, mit Granit und Marmor, mit dem Meißel und dem Schleifen der Oberfläche bis sie glatt und glänzend ist, oder auch aufgerauht und strukturiert. Alles wird verarbeitet, was Christian Frank in den Sinn kommt, philosophische Überlegungen genauso wie Beobachtungen aus dem Alltag, die schwere handwerkliche Arbeit lässt den Gedanken viel freien Raum. Und wenn er auch seinen Skulpturen keine literarischen Titel gibt und sie alle nur „Figur“ nennt, einmal hängend, einmal stehend, einmal liegend, einmal sitzend, sie haben doch allemal einen Anlass und manchmal sogar ein Modell. Aber es geht eben gerade nicht um das Modellhafte, es geht um das Zeitlose, das Christian Frank in seinen Figuren ausdrückt und mitteilt und das Platz lässt für Interpretation und Assoziation.
Wenn auch die Physiognomie seiner Figuren eine statische ist, so ist der Blick doch nicht starr sondern nur geradeaus, es ist ein Blick, der nach innen geht genauso wie nach außen – das entspricht auch seiner Haltung als Persönlichkeit. Christian Frank geht keine Umwege, sondern kennt seinen Weg, der geradlinig und innerlich logisch ist. Er meidet die Kunstszene zwar nicht, aber er sucht sie auch nicht. Selbstbewusst und voll Vertrauen in seine künstlerische und handwerkliche Kraft schafft er seine Figuren, in selbstgewählter Stille und Meditation und bei hoher Konzentration auf Form und Inhalt.
Angelica Bäumer
Kontakt
GALERIE GERERSDORFER
Währinger Str. 12 - 1090 Wien
Tel. +43-1-3108484
Donnerstag - Samstag 11 - 20 Uhr
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Internet:
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Christian Frank
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Tel. +43/2243/872 70
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A-3400 Klosterneuburg-Kierling